Über 3,9 Mio. Fahrgäste nutzten 2018 die Silberpfeile

04.06.2019

Die Silberpfeile des Friedrichshafener Stadtverkehrs haben 2018 einen neuen Fahrgastrekord aufgestellt: Über 3,9 Mio. Fahrgäste fuhren im vergangenen Jahr mit den silbernen Bussen der Verkehrsgesellschaft. Das bedeutet eine Steigerung von über 76.000 Fahrgästen (+ 2 Prozent) gegenüber 2017.

Im vergangenen Jahr nutzten deutlich mehr Pendler die Stadtbusse. In diesem Kundensegment hat man im Vergleich zum Vorjahr knapp 180.000 Personen (+ 14 Prozent) mehr befördert. Der Schülerverkehr und die Fahrgastzahlen im Regeltarif entwickelten sich dagegen leicht rückläufig. Beim Umstieg der Pendler auf den Bus spielen vermutlich die Kraftstoffpreise eine wichtige Rolle: Diese belasten zwar auch die Verkehrsunternehmen, auf der anderen Seite stiegen jedoch viele Pendler auf öffentliche Verkehrsmittel um. „Unser Konzept überzeugt mehr und mehr Menschen, und unsere Stammkundschaft wächst“, freut sich Stadtverkehr-Geschäftsführer Norbert Schültke. „Auch wenn wir baustellenbedingt hinsichtlich Pünktlichkeit leider eine Durststrecke hinter und noch vor uns haben.“

Das Fahrgastaufkommen der im Jahr 2010 eingeführten Abendlinien wächst ebenso: Mit rund 108.000 Nachtschwärmern in 2018 wurde der Vorjahreswert um 5,5 Prozent überboten. Insgesamt legten die Silberpfeil-Busse im letzten Jahr über 1,7 Mio. Kilometer im Häfler Stadtgebiet sowie nach Markdorf und Oberteuringen zurück.

Rund 43.000 Fahrten wurden 2018 mit der eCard des Verkehrsverbunds bodo bezahlt. Damit melden sich Fahrgäste beim Einstieg an (Check-in) und beim Ausstieg wieder ab (Check-out). Der rabattierte Fahrpreis wird automatisch ermittelt und abgerechnet.

Die Gesellschaft beendete das vergangene Geschäftsjahr mit einem Defizit in Höhe von 1,86 Mio. Euro. Das entspricht einem Kostendeckungsgrad von rund 71 Prozent – was für ein ÖPNV-Unternehmen einen guten Wert darstellt. Das Defizit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 320.000 Euro. Laut Stadtverkehrs-Gesellschaft sei dies im Wesentlichen auf die Einführung der eCard-Technik und die neuen Informations-Bildschirme in den Bussen zurückzuführen. „Wir wissen, dass unsre Fahrgäste die verbesserten Haltestellen-Anzeigen sehr gut finden“, sagt Schültke. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 führte man zudem weitere Verbesserungen für die Fahrgäste ein. Zum einen vereinfachte man die Gestaltung des Liniennetzplans. Zum anderen gibt es für die Fahrgäste unter www.stadtverkehr-fn.de/haltestelle nun die Möglichkeit, die Fahrpläne jeder Haltestelle in Echtzeit abzurufen.

Seit 4. Mai gibt es beim Friedrichshafener Stadtverkehr einen neuen Shopping-Tarif. Damit kostet die Hin- und Rückfahrt bis Jahresende an Samstagen im Stadtgebiet nur die Hälfte, denn der Hinfahrschein zum Normalpreis gilt auch für die Rückfahrt. Die Hin- und Rückfahrt kostet damit samstags nur 2,20 Euro (Kind 6-14 Jahre: 1,30 Euro). Noch günstiger wird es für Inhaber der bodo eCard: Sie zahlen an Samstagen sogar nur einen Euro für jede Fahrt im Häfler Stadtgebiet. „Das ist sowohl eine attraktive Maßnahme für unsere Gelegenheits-Fahrgäste als auch für die eCard-Inhaber“, erklärt Schültke.

Diese bis Jahresende festgelegte Ausnahme-Aktion wird die Stadtverkehrsgesellschaft voraussichtlich bis zu 120.000 Euro kosten. „Leider liegen die Fahrgastzahlen nach den ersten vier Samstagen deutlich unter unseren Erwartungen – aber das kann natürlich auch an dem kühlen und regnerischen Wetter gelegen haben. Wir sind gespannt, wie sich die Auswirkung des Angebots auf das Nutzungsverhalten der Busfahrgäste in den nächsten Monaten entwickeln wird“, so der Verkehrsexperte.

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