Fahrpreise steigen um 3,9 Prozent

16.07.2026

Um durchschnittlich 3,9 Prozent steigen die Preise für Fahrscheine des bodo-Tarifs zum 1. August – und damit weniger stark als im Vorjahr. Zugleich baut der Verkehrsverbund sein digitales Ticketangebot weiter aus. 

Nach einem Jahr Preisstabilität heben die Landkreise und Verkehrsunternehmen des Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbunds (bodo) zum 1. August die Preise an. Mit durchschnittlich 3,9 Prozent fällt die Steigerung allerdings deutlich moderater aus als im Vorjahr mit 5,2 Prozent. „Auslöser sind auch diesmal die allgemeinen Preissteigerungen“, erklärt bodo-Geschäftsführer Bernd Hasenfratz. „Speziell im Transportbereich sind es aber vor allem die sehr hohen Energiepreise, die den Verkehrsunternehmen Sorgen machen.“ Insofern führe an einer Anpassung kein Weg vorbei. Die behördliche Genehmigung dafür liege seit Mitte Juni vor.

Was bedeutet die Preiserhöhung konkret? Praktisch alle Tickets des bodo-Tarifs, ausgenommen die bodo-Zusatzoptionen zum Deutschlandticket, werden etwas teurer. Beispielsweise kostet der Einzelfahrschein im Barverkauf für Erwachsene innerhalb einer Tarifzone künftig 3,10 statt bisher 3,00 Euro. Der Preis für eine Gruppentageskarte im bodo-Gesamtnetz steigt von 23,80 auf 24,80 Euro.  

„Keine Preiserhöhung ist angenehm“, sagt der Geschäftsführer. „Zur Wahrheit gehört aber auch: An den Tickets aus dem bodo-Sortiment hängt nicht alles. Der überwiegende Teil unserer Fahrgäste fährt mit dem Deutschlandticket. Es kostet in der Standardversion derzeit 63 Euro im Monat. In vielen Fällen, etwa als Jobticket, ist es noch deutlich günstiger. Es genügen also bereits wenige Fahrten im Monat, dass es sich lohnt.“ Zwar habe man als regionaler Verkehrsverbund keinen Einfluss auf den Preis des Deutschlandtickets, aber sein absehbar längerfristiger Bestand gebe Fahrgästen und Verkehrsunternehmen eine wichtige Planungssicherheit. 

Für Fahrgäste, die sich nicht auf ein Deutschlandticket-Abo festlegen möchten, schafft der Verkehrsverbund jetzt ein ähnlich günstiges, regionales Angebot: „Bei der bodo-eCard führen wir zum 1. August einen Preisdeckel ein“, erklärt Bernd Hasenfratz. „Das bedeutet: Egal, wie viel man innerhalb des bodo-Gebiets fährt: Teurer als 72 Euro wird es pro Monat und pro eCard nicht.“ Damit mache man den öffentlichen Nahverkehr auch für Gelegenheitsnutzer noch flexibler nutzbar und besser kalkulierbar. Das Preisniveau ist zudem bereits ab der ersten Fahrt sehr niedrig. Denn wer mit der eCard fährt, bekommt den Digitaltarif berechnet, der gegenüber dem Barverkauf um 30 Prozent günstiger ist.  

30 Prozent günstiger, statt bisher zehn, fährt in Zukunft auch, wer das Check-in/Check-out-System CiCoBW innerhalb des bodo-Gebiets nutzt. Dieses vom Land Baden-Württemberg und den Verkehrsverbünden gemeinsam betriebene System ist in verschiedene Apps integriert und folgt einem simplen Prinzip: Beim Einsteigen meldet man sich mit dem Smartphone an und beim Aussteigen wieder ab. Im Nachgang wird der günstigstmögliche Tagespreis berechnet. Und auch bei CiCoBW gibt es jetzt einen Preisdeckel: Mehr als 72 Euro pro Monat kostet es nicht. 

Die ab 1. August gültigen und vollständigen Tarifbestimmungen finden sich ab dem Tag des Inkrafttretens auf www.bodo.de. Preisauskünfte für individuelle Verbindungen liefert auch die elektronische Fahrplanauskunft, ebenfalls auf www.bodo.de, unter Eingabe von Start, Ziel, Datum und Uhrzeit. 

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